Newsflash

RACE AROUND MALTA
8Stunden33Minuten56Sekunden
 
 
 
Liebe Freunde! Es war ein Erlebnis sondersgleichen. Ein Lebenstraum den ich nun sehr spontan antreten konnte. Nach dem Sieg in Kanada bekam ich die Möglichkeit beim RaceAroundMalta zu starten. Kein offizieller Bewerb sondern eine Challenge. Gemeinsam mit 15 weiteren internationalen Teilnehmern, wo man sich nicht anmelden kann, sondern eingeladen wird, ging die Reise rund um die Insel Malta. Ich nutzte es teilweise auch als Training. 
 
INFO INSEL MALTA: 246 Quadratkilometer, Durchmesser 28km, Breite 13km. Einwohner: 433.300 
 
Start & Ziel war der Norden Malta`s. Einquartiert wurden wir im Paradise Bay Hotel Resort wo auch der Start sowie das Ziel des Spektakels über die Bühne ging. 
 
Start war am Dienstag, 13.8.2019 um 9:30. Alle Teilnehmer erhielten eine Karte von Malta mit sogenannten Stations die man anlaufen musste. Sie waren so gelegt das man die komplette Insel umlaufen musste. Ob man dabei auf der linken Seite der Insel oder auf der rechten Seite der Insel startet blieb jedem selber überlassen. Schrittweiße mussten die Stationen angelaufen werden.
 
44 Grad in der Sonne, Klippen, Schlangen und wenig Trinkwasser
 
Bereits beim Start wollte ich von der rechten Seite starten. Mein Plan war als ersters das unwegsame Gelände, die Klippen und die Höhenmeter abzuspulen. Am Schluss wäre die Hauptstadt Valletta und die vielen Tourismus Hotspot`s gewesen wo ich genügend zu trinken bekommen würde. Nur gerade am Anfang im unwegsamen Gelände auf den Klippen gibt es die ersten 25km nur sehr schwer die Möglichkeit Nachschub zu besorgen. 
 
Dieser Plan in der Realität ging jedoch von hinten los. Nachdem ich bereits nach 5km in einer Sackgasse stand und nicht weiterkam musste ich überlegen ob ich nun die Zeit dafür nutzte hier eine Lösung zu finden oder kurz die Insel Crosse und doch von der anderen Seite anfange um nicht zu viel Zeit liegen zu lassen. 

Dies tat ich auch. Ich wechselte die Seite der Insel die am Anfang lediglich 2km Durchmesser hatte und somit kein Problem zum jetzigen Wechsel für mich gab. In der Mitte der Insel wäre es nicht so ratsam gewesen was natürlich auch nicht aufgrund der Stationen gegangen wäre. 
 
Ausrüstung war sehr minimalistisch
 
Ich hatte meinen 5 Liter Osprey Laufrucksack bei mir. Mit dabei wichtige Backup`s wie Handy, Stirnlampe, 2,5 Liter Isoton, Rettungsdecke, Geld+ Führerschein, Ersatz Batterien, Trailrunning Stöcke und Gels samt Riegeln. 
 
 
Die Ideal Route laut Veranstalter wären 74km gewesen. Ich lief ein wenig mehr. Ich hatte auf meinen Laufrucksack ebenso die Österreich Fahne hängen. Nicht zwangsläufig wegen meinem Patriotismus sondern eher mehr um besser von den Autofahrern gesehen zu werden. Auf den Straßen herrschte Anarchie. 2x musste ich zur Seite springen damit mich kein Auto zusammengeführt hätte.
 
Die anderen Teilnehmer sah ich kaum, ich war bereits vorne im Feld. Ich wusste auch nicht welche Route diese nahmen. Verboten war u.a. GPS Tracking. Man durfte bei der Uhr die BackToBack Funktion nehmen, jedoch musste die Stationen angelaufen werden. 
 
Mit voller Ausrüstung ins Meer gesprungen. Die Hitze machte auch mir in der Stadt zu schaffen
 
Meine massochistische Veranlagung ist hoch, wenn jedoch Hitze, Stadt und starker Autoverkehr hinzukommen dann sind Grenzen erreicht wo auch ich mich einfach abkühlen muss. Süßwasser war mir zu schade um diese mir über den Kopf zu leeren, da auch in Malta seit jeher Wassermangel herrscht. Ich hatte auch den Respekt das Wasser nur zum Trinken zu nehmen. So kam es wie es kam und ich hüpfte im Getümmel von Touristen ins Meer, samt Schuhe und Gewandt. 
 

TAT DAS GUT! Einmal kurz untergetaucht und es war einfach nur ein Traum. Die Touristen kamen gleich und machten Fotos ein paar gemeiname Selfies und weiter ging es. Ich konnte hier nun auch nicht allzuviel Zeit verschwenden. Auf die Frage hinaus ob es mir nicht`s ausmachte das, das Salzwasser in meinen Schuhen, Socken oder Gewandt war?

Ja, Nein. Ab einen gewissen Punkt ist einem das eigentlich dann auch Wurscht. Ich nehme lieber paar Aufreibungen in Kauf als die Drückende Hitze und den Abgasverkehr die ganze Zeit zu spüren. Ein wohlgesonnene Milderung quasi! 
 
Auf den Straßenschildern zeigte das Thermometer 44 Grad an. Ich war teilweise so verschwitzt das ich auf die Bilder verzichtete. Ich wollte nur mehr raus aus dieser Stadt, auch wenn es wirklich schön war. Für mich war die Stadt einfach nur die reinste Folter und es wurde noch schlimmer .....
 
.... nachdem ich die Promenade mit ihren riesigen Yachten langsam von mir weg lies kamen sehr steile Anstiege auf die Hügel Vallettas auf mich zu wo ein paar Villen protzten. Nach 1km rauflaufen mit sicher 20% Steigung war oben eine Sackgasse. Kein Weiterkommen. Nada, nix. Ich War so depremierend weil mir dies 2x passierte und es unnötige Energien und Durst kostete. Auch der Versuch durch eine Wiesenbaustelle zu laufen klappte nicht, da ein großer Zaun es mir nicht ermöglichte zu Straße zu kommen. So musste ich 3km wieder retour laufen und die nächste Gasse nach oben laufen. Dies wiederspiegelt sich in dieser Challenge beinahe durch. Man kommt sehr schwer weiter und wenn man weiter kommt kann es sein das unerwartet Sperren sind und du alles wieder retour musst. 
 
Auf der Autobahn gelaufen. Polizei: "20€ und du darfst weiterlaufen" 
 
Es folgte die Richtung zum Hafen. Sehr Industriell. Wenig Touristen dafür viele Arbeiter, viel Autos. Ich sah wie auf der rechten Seite von mir eine dreispurige Straße sich immer mehr in meine Richtung bahnte. Auf der Anderen Seite der Hafen bis ich zu dem Punkt kam wo nur noch die Straße vor mir lag und links steil das Meer. 
 
Beschilderungen in Malta kann man primär vergessen. Es gibt kaum welche und wenns welche Gibt dann steht auch nur irgendeine Stadt angeschrieben ohne KM. Laut Plan eine normale Straße: Ich wiederhole Dreispurig. Das positive es war ein fetter Stau. Alle wollten zum Flughafen. Auf der rechten Seite war eine Art "Pannenstreifen" mit einem Rad aufgezeichnet. Für mich als logische Erklärung das Radfahrer da fahren dürfen warum also nicht auch Läufer. 
 
Tjaaaa... nach ca 10 Minuten in der Pampa auf der Straße machte sich die Polizei hinter mir bemerkbar. Sie redeten mich an, was ich genau vor habe und ich hab es ihnen erklärt. "20€ dann darfst weiterlaufen" ---> wohlgemerkt auf einer Autobahn! Rechnung gab es keine, Schmiergeld anscheinend. Sie ließen mich weiterziehen. Ich versuchte jedoch bei der nächsten Ausfahrt aus diesem Höllenloch wieder rauszukommen und weit weg von den Autos zu sein. 
 
Bei KM 42 dann endlich wieder in Hafennähe und konnte somit die Autobahn weit weg von mir lassen. Ich verlor durch diese Aktion mindesten 20 Minuten und konnte aber nun wieder auf der geraden, schönen etwas Ruhigeren Straße Kilometer Gutmachen. 
 
Es begann nun wieder das wilde Terrain, die Stadt und somit das schlimmste hatte ich nun Hinter mir. Es kam nun aber wieder der Gedanke das es nun für mich mit der Getränkeration schwerer werden würde. Ich war nun auf Hotels und Touristen angewiesen. Ich musste teilweise alle 8km 1l Wasser bzw. Isoton trinken. Ab und an nahm ich mir ein Gel weil ich zu wenig Gegessen habe bzw. die Hitze mir nicht wirklich so einen Hunger bescherte. Dies spürte ich dann auch durch die Fehlende Energie ab und an während der Anstiege. 
 
 
 
Die letzte gerade Straße bevor es in die Wildnis Offroad hinaus ging. Malta ist eine wilde Insel mit vielen steilen Bergab und Anstiege. Ab und an rennt die eine Schlange über den Weg. Obwohl Malta lediglich einen Durchmesser von 27km Luftlinie beträgt sind dazwischen steile Hügel, Felsige Klippen und Felsen die es zu überwinden gilt. Gerade Straßen wie diese sind lediglich ein kleiner Jackpot um KM gut zu machen. Meistens benötigte ich teilweise für einen Kilometer 7-8 Minuten.
 
Angst vor der Dunkelheit
 
Neben der Trinkration die sich langsam zur Neige machte, sah ich auch immer wieder auf die Uhr. Es war 16:00 und ich hatte schon langsam ein wenig Sorge wenn ich mich öfters verlaufen würde das die Nacht mich einholen würde. Ich hatte zwar eine Stirnlampe wollte diese aber nur in Notfall benutzen. Da ich mir schon allein Tagsüber schwer tat die beste Route zu finden, befürchtete ich Nachts vollkommen die Orientierung als auch die Gefahr der Klippen zu sehr zu unterschätzen.
 
Ich versuchte positiv meine Gedanken zu richten. Ich nahm meine Uhr, da ich bereits schon in Richtung Ziel wieder war, um mir die Rücklauf Funktion anzusehen. 15km - Ideallinie. Dies motivierte! auch wenn ich wusste das diese 15km mit einigen Umwegen und steilen Anstiegen noch gespickt waren. Doch ich brauchte für mein Hirn wieder was positives um den Kämpferwillen wieder zu starten. Es gelang. Es ging wieder vorwärts. 
 
Die Klippen, nun folgte 100% Trailrunning
 
 
 
Es war schon was besonderes sich selber seinen Weg durch zu bahnen. Es gab jedoch auch Pflanzen die mal ordentlich kratzer auf den Wadln hinterließen und man musste aufpassen nicht bei den Steinen auszurutschen bzw. gar zu fallen. Mein nächstes Ziel war die Golden Bay. Dort stand ein Luxusressort die meine letzte Rettung auf Trinkwasser nachfüllen waren. Nachdem ich 2-3km mir einen Umweg durch Privatgrundstücke machen musste sah ich von Weiten das Luxusressort. 
 
ZIVILISATION YEAHHHH 

Ein kleiner Stand am Strand wo die Touristen gerade in Badehosen ihr Eis schlürften. Ich bestellte mir gleich mal 4 Flaschen Wasser, ein Cola. Die zwei Mineralwasser waren sofort ausgetrunken, das Cola ebenfalls, die anderen zwei wurden in meine Flaschen umgelehrt. Eine Touristin sprach mich an ob ich mit dem Rad unterwegs sei. Ich antwortete: "Nein ich laufe um Malta, 60km hab ich schon hinter mich gebracht" - Ganz fasziniert redete sie mit mir während ich nur schaute das ich was zu trinken hatte. Sie applaudierte noch und ich verabschiedete mich bei den Touristen die nun weiter ihren Urlaub dort genießen konnten. Ich fragte noch kurz wie ich am besten zum Paradise Bay komme. 
 
PLAN A - SICHER : Straße mit 5km Umweg (Gschaide Idee)
PLAN B - UNSICHER: KLIPPE entlang (Blöde Idee)
 
Sie sagten Jedoch bei Plan B benötigst du sehr gute Schuhe am besten Hohe Wanderschuhe. Ich sah hinunter und sah meine Salamon RA. Okay, immerhin Trailschuhe. Ich dachte mir, Scheiß drauf ich will einfach nur noch ins Ziel. ich nahm meine Sache und rannte entlang des Sandstrands zu den Klippen.
 
Wäre ich doch lieber auf der Straße gelaufen
 
Man muss es sich bildlich vorstellen. Es gab einen Trail und eine 100hm hinauf. Der Trail führt direkt steil den Hang hinauf. Ich hatte zwar Gripp auf die Schuhe wusste aber wenn ich ausrutsche habe ich ein fettes Problem. Weil dann rutscht du, und wenn du rutscht ist die Klippe und diese geht ins Meer und unten prallen die Wellen des Meeres auf die Felsen. Das war eine sehr schlechte Idee von mir. Eine Fehlentscheidung wo ich jedoch nicht mehr Retour konnte. Ich blieb einmal kurz stehen und hielt mich mit meinen Händen an einen Grasbüschel fest und machte die Augen zu. Ich sah nach links und ich sah nach rechts. Es waren nur mehr wenige Meter bis die Spitze erreicht wurde und ich mehr Sicherheit hatte. Ich nahm meine rechte Hand und erwischte das andere Grasbüschel und versuchte mich so nach oben zu ziehen. Zum Glück hielt es das Grasbüschel meine 69kg aus. BITTE NICHT NACHMACHEN! 
 
Oben angekommen war ich nur froh und brauchte kurz eine Verschnaufpause. Never Ever. Meine Nerven lagen blank. 
 
 
Nun wurde das Gelände wieder ein wenig zahmer. Ich wurde mit solchen Eindrücken belohnt wie dieses Foto von oben. Ich hatte noch ein paar Kilometer vor mir wusste aber das, dass schlimmste ich bereits hinter mich gebracht habe. Die Stadt habe ich erledigt und die steilsten Klippen wurden besiegt. Nun ging es nur noch über Stock und Stein in den Norden hinauf. Bei einer kleinen Schneise sprang ich nochmals kurz in das Meer hinein um mich nochmals ein wenig abzukühlen.
 
 
Nachdem letzten, hoffentlich letzten, Abkühlung lief ich nun weiter und sah eine Straße wieder. Die Luftlinie betrug zwar nur mehr 4km doch diese wären über Privatgründe gegangen. Um mir keine Feinde zu machen lief ich die Straße entlang, auch wenn es für mich 2,5 extra Kilometer noch dazu gab. H
 
Ich musste auch nun kurz gehen, obwohl es nicht mehr weit war, war die Energie (Wassermangel & Minimalimus bei der Verpflegung) für meinen Körper eine eigene Challenge. 
 
Es ging nochmals kurz bergauf zur Roten Burg die wie ein Koloss die Insel im Norden beschützte. 
 
Ich sah die Paradise Bay und mobilisierte nun meine Kräfte um die letzten Meter ins Ziel mich zu bringen. 
 
8 Stunden 33 Minuten 56 Sekunden es war gschafft
 
Im Ziel angekommen wurde ich herzlich empfangen. Es gab was zu trinken und eine Medaille überreicht. Rechts von mir war der Strand mit dem Meer und dem Hafen. Ein traumhaftschönes Bild und die Sonne ging langsam unter. Ich hatte es auch noch vor der Dunkelheit geschafft. Der zweite kam knapp 40 Minuten später an, die letzten 4 mussten die Nacht ebenso durchlaufen. Ein Engländer verlief sich so viel, dass er 110km am Tacho stehen hatte, bei mir waren es 85km. Die Idealroute: 74km!!!!!
 
Am Ende gilt zu sagen es war ein abenteuerliches Rennen welches keinen direkten Wettkampfcharakter trägt. Es war und ist eine Challenge. Am Ende wurden alle Finisher mit einem Schiffspokal und mit einer Fahrt mit der Yacht des Veranstalters belohnt. 
 
Ob ich es wieder machen würde: Ganz klar ..... NEIN! Einmal reicht! Auch wenn Malta sehr schöne Seiten und sehr leiwonde Trails hat. Die karge Landschaft ist schon meins jedoch auf der anderen Seite einfach viel zu viel Verkehr und viel Verbaut was es einfach ein wenig schwieriger macht. 
 
Jetzt ist der Blickpunkt nach dem Spontanabenteuer auf die Sahara im Februar gelegt. In diesem Sinne! 
 
Vielen Dank! Und ich verabschiede mich mit einem Endfoto aus Malta
 
Euer Rainer :-) 
 
 
 
 

 
 

Windrad- Marathon Weltrekord

Am 19.5.2019 ist es soweit. Der erste Marathon auf einem Windrad findet in Österreich statt. Rainer wagt etwas Außergewöhnliches. Dank der Unterstützung von IG Windkraft konnte dieses Abenteuer realisiert werden. Am Sonntag, 19.5.2019 ab 10:00 ist es live auf den Sozialen Medien unter Rainer Predl zum Mitverfolgen.

 

Natürlich ist jeder herzlich am 19.5.2019 vor Ort eingeladen. Neben guten Essen, einen Showprogramm kann auch vor Ort das Spektakel live mitverfolgt werden.

Live Updates und Berichterstattungen

Video Teaser mit Andreas Vojta Thema "Ultralaufen"


Download
Predl_Teaser_final.mp4
MP3 Audio Datei 3.5 MB

19.03.2018

17:00

UNCUT BERICHT!

Rechtschreibfehler vorbehalten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.02.2018

18:02

Rainer Predl

 

Ultralaufsaison ist gestartet!
      Ein packendes Rennen in Lassee!   
 
 
Das Podestgemetzel! Wie man sich innerhalb von 6 Stunden körperlich zerstören kann konnte man am 17.3 Live in Lassee mit verfolgen. Rein theoretisch sollte man meinen als Ultralauferfahrener nicht diesen Fehler zu machen, doch ja auch uns passierts mal. Wir nehmens Sportlich. Den Zuschauern hats gefallen. :-) 
 
Vom Start an Weg setzte sich Tom Neuwirth aus NÖ und meinerseits auf ein packendes Rennen ab. Gemeinsam mit Thomas  haben wir bereits um den ersten Platz mit einer Geschwindigkeit von 3 Minuten 45!! Auf den Kilometer gestartet. Das sind teilweise 15km/h aufwärts welche weit über den AUT Rekord über hinaus gegangen wären. Für Unbeteiligte gilt zu Sagen der AUT Rekord wäre ein 4 Minuten 11er Schnitt gewesen. 
 
Bzw. umso noch genauer zu verdeutlichen bei tiefsten Winter in einem FordFiesta einzusteigen und einfach volle Pulle drauf losfahren ist nicht sonderlich gut für den Motor wenn man ihn nicht vorher erstmal in ruhe vorheizt.
 
 
Dies konnte also nicht Gut ausgehen. Für beide Seiten nicht. Nach knapp 4 Stunden hat der Körper gestreikt, danach begann der Kampf. :-) Sowohl bei Tom als auch bei mir begann ein kleiner Leidensweg. So musste ich ab und an auch gehen was bei so einer Distanz bei mir eher nicht so oft vorkommt. Thomas war immer rund 200 Meter vor mir. 
 
Zusätzlich hatte ich natürlich den Nachteil meiner Bandscheibe. Wobei mein MIMIMI abgestellt wurde und wohlwissend versuchte damit umzugehen. Es kostete lediglich nur mehr Zusatzkraft die ich natürlich lieber in ein flüssigeren Laufstil hätte einbringen wollen. Ich habe es mir auch so angewohnt nicht nur auf dem Asphalt sondern auch sehr oft in der Wiese zu laufen. Der Nachteil war das ich oftmals auch die Ideallinie verlassen musste und ich dadurch mehr gelaufen bin als wie es tatsächlich war. Dafür war der Vorteil halt doch höher das es angenehmer war für den Rücken. :-) 
 
Ab und an gönnte ich mir eine kurze Streckung der Wirbelsäule. Dann ging es prompt auch wieder weiter. Ja nicht auskühlen. Es hatte ja dann doch nur 1-2 Grad und etwas Wind. Doch dann begann ich einen blöden Anfängerfehler. Da ich das Gefühl bekam das mir mein linkes Beinchen eingeschlafen ist wollte ich auf einen noch stabileren Laufschuhwechseln. Nur blöd das der Zeitmessungschip in den Schnürrung festgebunden wurde. Mit kalten Händen Schuhbänder auf und zu Machen und dann noch einen Chip zu befestigen kostete mich knapp 12 Minuten. 12 Minuten die mich daran hinderten den Tagessieg und die 80km Marke zu knacken. 
 
 
"Aufgeben? Nachgeben? Allesgeben!" Das Motto für Lassee
 
 
Was tun wenn die Hände eingefroren sind --> Ab ins Haus- Kurz aufwärmen- Katze Füttern und den Chip befestigen. Stupsi miaute drauf los nichts ahnend das ich im Wettkampfmodus bin. Wie auch: Sie denkt primär nur ans Essen und Schlafen. Dies kostete mich zwar Wertvolle Zeit aber es hätte mir nicht viel gebracht mit einer lockeren Schnürrung zu laufen und dann erst wieder stehen zu bleiben. Da half es schon sehr zu warten bis einigermaßen Gefühl in den Händen wieder war. Auch Betreuer Rudi hatte mit den kalten Temperaturen so seine Probleme alles wieder fest zuzuschnürren. 
 
KM 60 
 
Ab hier an konnte ich schon hochrechnen wie der Verlauf des Rennens wohl aussehen wird. Die 80km waren nicht mehr so ganz realistisch aber man kann sagen was man will der Spaß war da und es ging wieder so einigermaßen gut voran.
 
Ich musste mir auch immer wieder daran erinnern das es für mich ein Wettkampf war, da die Strecke ja eigentlich meine Hausstrecke und Trainingsstrecke war. :-) Auch eine relativ schwere Kopfsache, auswärts fällts dann einem doch leichter, jedoch der Spaß in der eigenen Gemeinde zu laufen war definitiv Höher!  
 
Und es ging voran. Es setzte um 13:00 auch Schneefall ein.
 
 
Tja, die letzten 2 Stunden sind angebrochen. Die 3 Stundenläufer sind ebenso um 12:00 gestartet und die Strecke füllte sich somit mit noch mehr Teilnehmern. Runde für Runde. Meine Pace wurde langsamer. Der Kamikazestart für beide Seiten eher ein KnockOut. 
 
Ich gönnte mir jede Runde eine Isotonisches Getränk und meinen Shake. Auch eine Banane habe ich mir als Belohnung bei Stunde 4 erlaubt. Die einzige feste Nahrung während des 6 Stundenlaufs. Ich habe mich zusammengerissen keine Solettis, Kuchen und sonstigen Mist in mich reinzufuttern welches den Magen nur unnötig Arbeit kostete. Das bemerkte ich dann auch gegen die letzten Stunden. Da ich doch Kurz lief bei 1 Grad habe ich mich dann auch entschlossen eine Jacke anzuziehen damit der Körper nicht unnötig Wärme produzieren muss und somit andere Energie aufbringen muss.
 
"Die offizielle Rainer Predl Bar. Öffnungszeit: 17.3.2018 von 9:00 - 15:00, Nichtraucherlokal" 
Die Ernährung wurde für die 100km WM in Kroatien gemeinsam mit Linda zusammengestellt um rasch an Energie zu kommen ohne dem Magen unnötige Erschwernisse zu machen. 
 
Es ging in die letzten Runden. Die letzten 30 Minuten vergehen meistens recht schnell. So ging sich auch der ein oder andere Plausch mit einigen Läufern und Läuferinnen aus. 
 
Törötörööötörötööörötööröötröööö
 
So hört sich Benjamin Blümchen an. Die Feuerwehrsirene kann ich hier auf dem Schreibmedium leider nicht realistisch wiedergeben somit sollte ein "Tatatata" ausreichend sein. (Stellt euch einfach eine Sirene JETZT vor!)
 
Ende. Die 6 Stunden Lassee sind Geschichte. Meine GPS Uhr sagte mir Punkt genau 79km an. Da Lassee doch eine sehr kurvenreiche Strecke ist war die Abweichung auch beim Endergebnis ersichtlich: 77,3km OFFICIAL Platz.2 Gesamt, Platz.1 Allgemeine Klasse.
 
Ich bin sehr zufrieden! Mega zufrieden!
 
Ja der Österreich Rekord die Erweiterung gabs leider nicht, aber der Rekord liegt noch in meinen Händen. Weiters habe ich insgesamt 22 Minuten durch Schuhtausch verkackt, welche wiederum 5km Plus gewesen wären. Mit potentiellen (Ich weiß man sollte nicht was wäre wenn spielen) dadurch das ich sehr oft in dem Bereich laufe und solche eher selten vorkommen erlaub ichs mir mal, sind die Leistungsspezifischen Vorrausichten doch gut für die WM. Der leichte Formverlust geht für mich ganz klar auf das unflüssige Laufen zurück. Nach dem Laufen spüre ich z.B einen Muskelkater lediglich nur rechts auf dem Oberschenkel, links beim Fuss nur bei der Wade was auf einen unrunden Laufstil zurückzuführen ist.
 
Persönlichen Bestzeiten bei 6 Stundenläufen:
Lassee gliedert sich in die goldene Mitte ein (Schöne wäre jedoch ein Platz.1 gewesen!) 
 
1) 85,517km - Schwechat
2) 81,205km - Salzburg
3) 80,539km - Schwechat
4) 79,207km - Grieskirchen
5) 77,332km - Lassee
6) 76,999km - Salzburg
7) 76,784km - Schwechat
8) 74,412km - Vogau
9) 72,793km - Salzburg
10) 71,600km - Lebach 
 
Im Grunde bleibt nicht viel zu Jammern. Man kann es wie ein Unentschieden sehen. Es war kein eindeutiger Sieg und es war keine eindeutige Niederlage! Für die WM ist auch der Kader keine Gefahr. Da gabs schon Grünes Licht. Die Analyse wurde angeschaut und Fehler sollten somit in Zukunft nicht mehr begangen werden. Dafür sind die Testläufe so elementar. 
 
Die nächsten Termine sind am 10.06.18 der 50km Lauf im Wiener Prater und am 08.09.18 die 100km WM in Kroatien. Bis dahin werden ein paar kleinere Volksläufe als Schnelligkeitsrennen genutzt um alles wieder auf Vordermann zu bringen!
 
Ich wünsche allen Sportliche Osterlich Weihnachtliche Grüße
 
 
euer

Rainer
 
"Bild zum Schmunzeln. Die Kinder gaben ebenso in Lassee vollgas dabei flogen sogar die Schuhe davon!" 

  

Liebe Sportsfreunde, Fans und Followers!

 

Bald ist es soweit und dann renne ich wieder Ultras! Gestartet habe ich ja offiziell bereits im Jänner beim 3-Königslauf in Gänserndorf wo ich schon auf der schnelleren Tube die 52km absolvierte. War kein Wettkampf aber für mich ein erster Formtestlauf welches sich dann am 17.03 in Lassee fortsetzt. 

 

Oberste Prämisse ist der Spaß und natürlich auch die Gesundheit. Wie viele wissen habe ich ja 2015 nach dem Kniescheibenbruch diverse Auas gehabt, es ging aber immer wieder voran. 

 

Auch dank Medical Coach Linda und natürlich unseren Gänserndorfer Sportarzt. Für mich war es kein Schmerz was mich seit längerem begleitet hatte sondern ein Taubheitsgefühl des Fußes welches sich mit der Zeit auch sehr lästig und hinderlich erwies. Schlussendlich raffte ich mich wieder auf und entschloss mich Lassee, meinen ersten Ultralauf in meiner Heimat anzugehen. 

 

Und natürlich großes Highlight für 2018 die 100km WM in Kroatien. Diese Zwei Rennen sind für mich meine Ziele, mein Fokus. Wie Ihr seht habe ich nicht viele Läufe geplant. Für mich Okay. Ab und an muss man halt auch vom Gas gehen. Das Training hält mich eh stehts auf Trab. Daher no disaster! 

 

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag! Passt auf euch auf und vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen Leser/in auch am 17.03 in meiner Heimat Lassee beim legendären Lasseer Benefizlauf!

 

Euer

Rainer

 

 


26.11.2017
17:36

Administrator Zippy

Yippieh! Danke das du diese Seite besucht hast. Wie du sehen kannst ist die Webseite noch knackig frisch und noch keine News eingegangen. Rainer die Faule Socke wird demnächst mit dem Lasseer Benefizlauf euch ein geiles Ergebnis abliefern!

 

Also bleibt dran und schaut vorbei es gibt wöchentlich immer wieder neue Aktualisierungen und spannende Themen. Diese Webseite ist mehr als nur ein Rainer Wahnsinn!!

 

Um die Wartezeit zu Verkürzen könnt Ihr euch die offizielle Hymne von Rainer anhören. Fackel im Sturm von der Südtiroler Band Unantastbar. Vielen Dank an die Jungs! Viel Spaß beim Anhören!