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IM RAINERWAHNSINN LAUFTEST: Adidas Solar Boost 19

Der Solar Boost erhält 4 von 5 Laufschuhsternkilometer
Der Solar Boost erhält 4 von 5 Laufschuhsternkilometer

Eine Kultmarke durch und durch: Adidas. Die Marke mit den drei Streifen ist natürlich auch im Laufbereich nicht mehr wegzudenken. Mit einer großen Anzahl von Modellen ist für jeden Läufer/in etwas Passendes dabei. Heute stand vor allem der Solar Boost 19 im Mittelunkt. Mit seinen 159,99€ ein doch etwas höher gesetzter Laufschuh aber dafür berechtigt. Die Dämpfung ist das sogenannte Boost Material welches einen sehr sehr guten Rebound Effekt (Energierückgewinnung) bewerkstelligt. Bei den Adidas Modellen bemerke ich persönlich den kräftigsten Rebound Effekt im Vergleich zu vielen Herstellern. Die Passform ist trotz meines breiten Fußes echt angenehm und schmiegt sich um den Rist an. Sehr erstaunt war ich, dass Adidas anscheinend etwas Kleiner wieder schneidet oder zumindest bei diesem Modell. Da ich normalerweise Größe 45 1/3 bei Adidas habe, passt mir hier doch glatt eine 44 2/3 ohne weiteres. Ein Einzelfall? Gute Frage. 

 

Was gefällt mir besonders am Solar Bosst 19:

 

  • Boost Dämpfung 
  • Flexibilität 
  • Perfekt ansitzende anliegen um den gesamten Fuß 
  • Continental Sohle (Rutschfest und lang haltbar)

Was gefällt mir nicht am Solar Boost 19: 

 

  • Die Zunge (Sie verträgt meiner Meinung nach mehr Polsterung!) 
  • Die Ferse darf auch noch etwas Kompakter werden dafür nehme ich gerne noch etwas Laufschuh Gewicht in Kauf. 

Fazit: 

 

Für mich ein sehr gute Laufschuh. Ich weiß, dass Adidas damit kämpft auch den Ultraboost in den Laufbereich zu etablieren. Kurz erwähnt: Der Ultraboost ist der weichste Laufschuh von Adidas am Markt (Preis 179,99€) ABER wann ist ein Laufschuh zu weich? Meiner Meinung nach ist der Solar Boost das höchster meiner Gefühle was die Weichheit der Dämpfung anbelangt. Irgendwann wird`s sonst zu fedrig.- 

Ich empfehle diesen Laufschuh vor allem als Ausdauer Laufschuh für längere Einheiten oder Personen die sich mal verletzt haben sollten und eine weiche Alternative für Straße und Feldweg suchen! 


IM RAINERWAHNSINN LAUFTEST: Salomon Speedcross 4

 

Von der Straße nun ins Gelände. Es gibt ja viele Trailrunning Schuhe wie Sand im Meer. Jede Firma hat so seine Schmankerln an Trailrunnern bei der Firma Salomon ist und bleibt es von mir persönlich aus gesehen der Speedcross. Viele kennen ihn bzw. haben ihn. Beim anziehen sitzt man fest drinnen, jedoch an die Schlanke Passform muss man sich gewöhnen wenn man so einen breiten Fuß hat wie ich. Es ist einer der wenigen Laufschuhe die schmal sind mir aber keine Schmerzen bereiten. Dies liegt sicherlich auch daran das der Speedcross jetzt nicht unbedingt zu den Schuhen der Stabilsten Variante zählt. Doch ich denke das wollten die Hersteller auch gar nicht bezwecken. Es soll einfach ein leichter, schneller, wendiger und vor allem Gripfester Trailrunning Schuh sein der sowohl bei Gatsch/Matsch, Schnee als auch im steilen Gelände wie eine Pistenraupe sich hinauf kämpft. Wer diesen Schuh kaufen möchte sollte aber natürlich auch die Nachteile dieses Exemplares kennen lernen auf die ich nun bei der Beurteilung eingehen werde. 

 

Was gefällt mir besonders am Speedcross 4:

 

  • Leicht
  • Top Grip und Halt
  • Farbvielfalt bei den Modellen 

Was gefällt mir nicht am Speedcross 4: 

 

  • Nicht flexibel Einsetzbar (Grip Sohle wird sich auf der Straße wie das Amen im Gebet recht rasch verschleißen) 
  • Das Schnellschnürsystem ist zwar eine gemütliche Sache kann aber bei sehr starken Schmutz/Gatsch schnell bocken oder schlimmstenfalls reißen. Weiters finde ich das dieses Schnürsystem auch in der Art des Haltes am Rist eher aggressiv ausfällt und man durchaus überlegen könnte ein Modell mit einem normaler Schnürung auf den Markt zu bringen für Notfälle kann man es aber natürlich auch selber wechseln ist auch keine Wissenschaft. 

Fazit:

 

Für mich ist der Speedcross ein Schuh mit dem man im Gelände sehr viel machen kann. Alles was mit Gelände zu tun hat ist er perfekt flexibel einsetzbar (Schnee, Gatsch, Schotter, Feldwege, Waldwege) doch bei der Straße verliert er seine Vielfalt wieder. Der Schnitt ist sicher auch nicht jedermanns Sache da er sich doch sehr kompakt anfühlt. Zusammengefasst ist er ein super Traillaufschuh für Menschen die gerne einen leichten, schnellen, wenigen und griffigen Schuh suchen. 

 

 Der Salomon Speedcross 4 erhält 3 von 5 Laufschuhsternkilometer
Der Salomon Speedcross 4 erhält 3 von 5 Laufschuhsternkilometer

IM RAINERWAHNSINN LAUFTEST: Saucony Guide 13

Es wird an der Zeit einen Laufschuh, bzw. den ersten Laufschuhtest hier aus meinen persönlichen Erfahrungen nieder zuschreiben. Diese Rubrik wird es nun auch öfters geben, da ich euch ein wenig Helfen möchte die Erfahrungen der einzelnen Firmen und Modelle in einer schier endlosen Bandbreite, euch näher vorzustellen.  

 

Vorab gilt zu erwähnen das ich einen recht "gmiadlichen" Fuß habe und somit auch mit diversen Marken, Modellen wenig Probleme mit der Passform habe. Am Liebsten jedoch sind mir eher Breit geschnittene Schuhe im Vorfußbereich und ein Stabiler Seitenhalt. Ebenso kommt hinzu das, dass Modell Saucony Guide zur Familie der gestützten Schuhe kommt welchen ich natürlich aufgrund meiner Überpronation (Innenknick) benötige. Ich kenne das Vorjahres Modell und schätze die Laufmarke Saucony sehr, da sie im Gegensatz zu anderen namhaften Herstellern diesen Switch zwischen Stabilen Schuhe/Fester Halt aber auch geringeren Gewicht gut kombinieren. 

 

Ich laufe genauso den Asics Gel Kayano, welcher auch ein sehr guter Schuh ist für Langstrecke, jedoch Gewichtstechnisch einiges mehr an den Rippen hat und auch spürbar ist. 

 

Was gefällt mir besonders am neuen Modell Saucony Guide 13: 

 

  • Nice sportliche Optik auch wenn Farbe und Design Geschmackssachen sind
  • Mehr Innenpolsterung vor allem im Fersen und Zungenbereich
  • Leicht aber Stabil 
  • Stützfunktion und guter Rebound Effekt (Energierückgewinnung) 

Was gefällt mir nicht so am neuen Modell Saucony Guide 13: 

 

  • Der Halt im Fersenbereich darf ruhig ein wenig mehr sein 
  • Obermaterial ist ein wenig "Dicker" geworden welcher jetzt zur kalten Jahreszeit echt geil ist, jedoch liegt es nahe im Sommer wohl es auch hier drinnen ein wenig wärmer zu haben

Fazit: 

 

Im Grunde würde ich den Laufschuh einen Läufer/in empfehlen die zum Einen nach Innen Knicken (Platt/Knick Senkfuß) und Sportlern die einen Laufschuh für Kurze aber auch Lange Distanzen zu schätzen wissen. Der Saucony Guide 13 ist ein Allround Talent für Kurz als auch Langstrecke. Die Sohle gibt einen optimalen Halt auch im nassen Terrain. Würde ihn also neben Straße auch für Feld und Waldwege durchaus benutzen. Ein super Schuh mit dem man nicht viel falsch machen kann beim Kauf. Falls ihr Interesse habt solltet ihr jedoch auf alle Fälle eine Laufanalyse machen um zu sehen ob für euch eine Pronationsstütze überhaupt notwendig ist, als Alternative gibt es nämlich ebenso den Saucony Ride der die Läufer/innen der neutralen Szene gut abdeckt. 

 

 

 

Saucony Guide 13 erhält 4 von 5 Laufschuhsternkilometer
Saucony Guide 13 erhält 4 von 5 Laufschuhsternkilometer

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Himmel, Bart, Streifen, im Freien und Wasser
Podersdorf - frischer Wind am See ist mit Jankovits Harald unterwegs.
1 Std.

🎖 Weltrekordversuch in Podersdorf am See 🎖

Rainer Predl (rechts im Bild), Ultralangstreckenläufer und Inhaber mehrerer Lauf-Weltrekorde, begutachtet mit Rene Lentsch (Bildmitte; GF Tourismus Podersdorf) den geplanten Tatort für seinen nächsten Weltrekordversuch!
Dabei werden auch Spenden für das Kinderhospiz Sterntalerhof (links im Bild, Harald Jankovits) gesammelt.
Mehr sei vorerst nicht verraten, außer: Save the date: Samstag, 27. Juni 2020.



MENTALE STÄRKE TRAINIEREN

 

Mehr als 5 Jahre ist es schon her als ich mir durch einen schweren Trainingssturz mir die Kniescheibe durchgebrochen hatte. 

 

Es folgte eine sehr lange Trainingszwangspause. Das Ziel Olympia war für mich prompt gestrichen doch noch lange nicht gestrichen war für mich der Höchstleistungs Ultralaufsport. Noch bis heute sehe ich, wenn ich sehr hart und viel Trainiere das mein Knie anschwillt und ich tagtäglich damit konfrontiert werde. Ich habe gelernt meinen Körper zu vertrauen, ihm auch die Regeneration als Dankeschön zu geben. Er hat es sich verdient. Da mein Körper trotz der Verletzungen auch schon 15 Jahre "ULTRALAUF" am Buckel hat und ich sehr stolz bin in einem Leistungslevel zu sein wie noch vor 5 Jahren. Ich bin mir sicher, dass ich meine Bestzeiten im Bereich Ultralauf wieder knacken werde weil ich nicht schwächer sondern ganz im Gegenteil stärker werde. Alleine weil ich durch meine Erfahrungswerte viel mitnehmen konnte und ich den Spaß am Laufen, an der Bewegung, mehr denn je Liebe! 

 

Warum? Du hast deine Kniescheibe gebrochen, du hast einen Bandscheibenvorfall. Laufen ist nicht gesund und was du machst bringt dich irgendwann in den Rollstuhl!

 

Das sind die Meinungsbildner "Mensch" mit denen ich teilweise tagtäglich konfrontiert werde. Es gibt mehr als 100 Meinungen die Menschen vertreten und ja, es sind ihre Meinungen aber nicht deine. Ich weiß, dass Laufen mich nicht in den Rollstuhl bringen wird, ich weiß das der Sport mich gesund und fit hält und ja ich gebe in einem Punkt recht:  Langstrecke bzw. Extremsport ist natürlich nicht unbedingt sonderlich "gelenksschonend" aber dafür gibt es das eigene Körperbewusstsein welches einem sagt wann und wie lange man dem Körper ruhe und Erholung gönnen sollte um wieder im Einklang sein zu können. Man keinen meinen Körper nicht mit einem Vergleichen für den "Sport" ein Fremdwort ist. Mein Körper oder eben auch DEIN Körper ist die Belastung gewohnt und dein Herzmuskel ist stärker und kräftiger als alle anderen die sich ihre Meinungen von Ihren Körper aus bilden. 

 

Ich kann 50km laufen und am nächsten Tag wieder 50km und habe keinen Muskelkater weil der Körper die Belastung kennt und mag! 

 

Schlüsselsatz: "Meine Verletzungen haben mich stärker gemacht, nicht schwächer."

 

Ich sehe meine Verletzungen, meine Niederlagen aber auch meine vielen Erfolge als Stufen an die mich dort hinbringen wo ich hin möchte. Und dabei sehe ich Verletzungen sogar als einen Teilstück einer Rolltreppe an. Denn diese Verletzungen machen einen Menschen persönlich als auch Mental um einiges Stärker als Menschen die dieses "Leid" nicht wieder fahren ist. Ich wage sogar zu sagen, das Verletzungen den Erfahrungswert und die Mentale Stärke noch viel intensiver machen als eine Niederlage bei einem Wettkampf. Es gibt den notwendigen Knackpunkt im Denkprozess an. Du nimmst den Sport, deine Leistungen, die Bewegung nicht mehr als Selbstverständlich an. Du hast bemerkt, dass es mit einem Wimpernzug auch komplett anders aussehen kann. 

 

In einem Moment sitzt du mit deinem Pokal, den du bei einem Radrennen gewonnen hast, gemütlich zu Hause vorm Kamin, merkst du möchtest dir noch die Zeitung von der Trafik holen, weil ein schöner Bericht davon gedruckt wurde und bammm ein Auto hat dich erwischt. 2 Tage später wachst du auf und bist Querschnittsgelähmt und kannst dich nicht mehr bewegen. Eine sehr extrem Ansichtssache die einem aber verdeutlichen kann wie schnell es auch in die andere Richtung gehen kann. Aber auch dieser Mensch der nun damit konfrontiert wurde, wird Mental der Stärkste Mensch auf dieser Welt sein welcher sogar über Extremsportler hinaus wachsen. Dafür muss er nicht einmal Sportler gewesen sein. Diese Menschen kämpfen sich nämlich ins Leben zurück und das ist ein "highLevel" welches die Menschliche Mentale Stärker fordert und fördert. Der Menschliche Körper ist ein Wunder der Natur. Jedes Gelenk, jeder Knochen, jede Blutbahn sind so komplex aufgebaut aber auch genau so wichtig das sie keinen Millimeter wo anders platziert sein dürften, damit das Konstrukt "Körper" eben auch richtig funktioniert. Daher sind im Körper getätigte Operationen IMMER ein Eingriff die mit Dauerfolgen beschattet werden können. Unser Körper, Dein Körper, ist in der Lage sich wieder so zu richten wie er einmal war oder sich den Umständen anzupassen. 

 

Sich nicht aufhalten zu lassen

 

Es ist ein kleiner Block an Meinungsbildner: Gesundheit. Ich könnte noch viele weitere Punkte aufzählen wie "Zeit", "Sucht", "Geld", "Ernährung" und und. Schlussendlich ist es dein Leben, du entscheidest wie du mit deinem Körper umgehst, welche Ziele du verfolgst, welche Wege du einschlägst, welche MENSCHEN du um dich und in deine Gedanken lassen lässt. Viele Speaker haben ein besonderen Satz, der jedoch einfach der Wahrheit entspricht: "Umgebe dich mit Menschen die dir gut tun, die dich nicht nach unten ziehen und die dir nicht deine Energie nehmen sondern deine Energie stärken. 

 

Dies kann ich nur befürworten und auch wenn du mal mit Menschen im Kontakt kommst die ihre Meinung vertreten wo du weißt --> Das ist Ihre Meinung, nicht deine! Dann denke daran: Vielleicht ist ihnen einfach deine Vision für ihre Gedankenprozess einfach viel zu Groß, viel zu hoch das sie dich wieder mit runter ziehen wollen weil sie einfach in einer komplett anderen Entwicklungsstufe stehen oder aus Angst dort verweilen. 

 

Lass dich davon nicht unterkriegen. Wenn du es bis daher gelesen hast, dann hast du dieses Verlangen des Kämpfen`s, des Willens, der Freude, des Spaßes am Leben, du bist ein Diamant der einfach seine Zeit braucht um sich Entfalten zu können. Du bist auf den richtigen Weg. 

 

Vergiss eines nicht, wir sind Menschen. Wir haben Gefühle, manches geht uns nahe. Es ist menschlich, doch eines sind wir in der Lage und das ist ein Geschenk welches uns die Natur gesendet hat: Wir haben die Macht unserer Gedanken. Wir können bestimmen wie es uns geht. Wir wir uns jeden Tag fühlen und wen wir in unser Herz lassen. Das können Wir!

 

Euer 

Rainer

 

 

 

 

 

RACE AROUND MALTA
8Stunden33Minuten56Sekunden
 
 
 
Liebe Freunde! Es war ein Erlebnis sondersgleichen. Ein Lebenstraum den ich nun sehr spontan antreten konnte. Nach dem Sieg in Kanada bekam ich die Möglichkeit beim RaceAroundMalta zu starten. Kein offizieller Bewerb sondern eine Challenge. Gemeinsam mit 15 weiteren internationalen Teilnehmern, wo man sich nicht anmelden kann, sondern eingeladen wird, ging die Reise rund um die Insel Malta. Ich nutzte es teilweise auch als Training. 
 
INFO INSEL MALTA: 246 Quadratkilometer, Durchmesser 28km, Breite 13km. Einwohner: 433.300 
 
Start & Ziel war der Norden Malta`s. Einquartiert wurden wir im Paradise Bay Hotel Resort wo auch der Start sowie das Ziel des Spektakels über die Bühne ging. 
 
Start war am Dienstag, 13.8.2019 um 9:30. Alle Teilnehmer erhielten eine Karte von Malta mit sogenannten Stations die man anlaufen musste. Sie waren so gelegt das man die komplette Insel umlaufen musste. Ob man dabei auf der linken Seite der Insel oder auf der rechten Seite der Insel startet blieb jedem selber überlassen. Schrittweiße mussten die Stationen angelaufen werden.
 
44 Grad in der Sonne, Klippen, Schlangen und wenig Trinkwasser
 
Bereits beim Start wollte ich von der rechten Seite starten. Mein Plan war als ersters das unwegsame Gelände, die Klippen und die Höhenmeter abzuspulen. Am Schluss wäre die Hauptstadt Valletta und die vielen Tourismus Hotspot`s gewesen wo ich genügend zu trinken bekommen würde. Nur gerade am Anfang im unwegsamen Gelände auf den Klippen gibt es die ersten 25km nur sehr schwer die Möglichkeit Nachschub zu besorgen. 
 
Dieser Plan in der Realität ging jedoch von hinten los. Nachdem ich bereits nach 5km in einer Sackgasse stand und nicht weiterkam musste ich überlegen ob ich nun die Zeit dafür nutzte hier eine Lösung zu finden oder kurz die Insel Crosse und doch von der anderen Seite anfange um nicht zu viel Zeit liegen zu lassen. 

Dies tat ich auch. Ich wechselte die Seite der Insel die am Anfang lediglich 2km Durchmesser hatte und somit kein Problem zum jetzigen Wechsel für mich gab. In der Mitte der Insel wäre es nicht so ratsam gewesen was natürlich auch nicht aufgrund der Stationen gegangen wäre. 
 
Ausrüstung war sehr minimalistisch
 
Ich hatte meinen 5 Liter Osprey Laufrucksack bei mir. Mit dabei wichtige Backup`s wie Handy, Stirnlampe, 2,5 Liter Isoton, Rettungsdecke, Geld+ Führerschein, Ersatz Batterien, Trailrunning Stöcke und Gels samt Riegeln. 
 
 
Die Ideal Route laut Veranstalter wären 74km gewesen. Ich lief ein wenig mehr. Ich hatte auf meinen Laufrucksack ebenso die Österreich Fahne hängen. Nicht zwangsläufig wegen meinem Patriotismus sondern eher mehr um besser von den Autofahrern gesehen zu werden. Auf den Straßen herrschte Anarchie. 2x musste ich zur Seite springen damit mich kein Auto zusammengeführt hätte.
 
Die anderen Teilnehmer sah ich kaum, ich war bereits vorne im Feld. Ich wusste auch nicht welche Route diese nahmen. Verboten war u.a. GPS Tracking. Man durfte bei der Uhr die BackToBack Funktion nehmen, jedoch musste die Stationen angelaufen werden. 
 
Mit voller Ausrüstung ins Meer gesprungen. Die Hitze machte auch mir in der Stadt zu schaffen
 
Meine massochistische Veranlagung ist hoch, wenn jedoch Hitze, Stadt und starker Autoverkehr hinzukommen dann sind Grenzen erreicht wo auch ich mich einfach abkühlen muss. Süßwasser war mir zu schade um diese mir über den Kopf zu leeren, da auch in Malta seit jeher Wassermangel herrscht. Ich hatte auch den Respekt das Wasser nur zum Trinken zu nehmen. So kam es wie es kam und ich hüpfte im Getümmel von Touristen ins Meer, samt Schuhe und Gewandt. 
 

TAT DAS GUT! Einmal kurz untergetaucht und es war einfach nur ein Traum. Die Touristen kamen gleich und machten Fotos ein paar gemeiname Selfies und weiter ging es. Ich konnte hier nun auch nicht allzuviel Zeit verschwenden. Auf die Frage hinaus ob es mir nicht`s ausmachte das, das Salzwasser in meinen Schuhen, Socken oder Gewandt war?

Ja, Nein. Ab einen gewissen Punkt ist einem das eigentlich dann auch Wurscht. Ich nehme lieber paar Aufreibungen in Kauf als die Drückende Hitze und den Abgasverkehr die ganze Zeit zu spüren. Ein wohlgesonnene Milderung quasi! 
 
Auf den Straßenschildern zeigte das Thermometer 44 Grad an. Ich war teilweise so verschwitzt das ich auf die Bilder verzichtete. Ich wollte nur mehr raus aus dieser Stadt, auch wenn es wirklich schön war. Für mich war die Stadt einfach nur die reinste Folter und es wurde noch schlimmer .....
 
.... nachdem ich die Promenade mit ihren riesigen Yachten langsam von mir weg lies kamen sehr steile Anstiege auf die Hügel Vallettas auf mich zu wo ein paar Villen protzten. Nach 1km rauflaufen mit sicher 20% Steigung war oben eine Sackgasse. Kein Weiterkommen. Nada, nix. Ich War so depremierend weil mir dies 2x passierte und es unnötige Energien und Durst kostete. Auch der Versuch durch eine Wiesenbaustelle zu laufen klappte nicht, da ein großer Zaun es mir nicht ermöglichte zu Straße zu kommen. So musste ich 3km wieder retour laufen und die nächste Gasse nach oben laufen. Dies wiederspiegelt sich in dieser Challenge beinahe durch. Man kommt sehr schwer weiter und wenn man weiter kommt kann es sein das unerwartet Sperren sind und du alles wieder retour musst. 
 
Auf der Autobahn gelaufen. Polizei: "20€ und du darfst weiterlaufen" 
 
Es folgte die Richtung zum Hafen. Sehr Industriell. Wenig Touristen dafür viele Arbeiter, viel Autos. Ich sah wie auf der rechten Seite von mir eine dreispurige Straße sich immer mehr in meine Richtung bahnte. Auf der Anderen Seite der Hafen bis ich zu dem Punkt kam wo nur noch die Straße vor mir lag und links steil das Meer. 
 
Beschilderungen in Malta kann man primär vergessen. Es gibt kaum welche und wenns welche Gibt dann steht auch nur irgendeine Stadt angeschrieben ohne KM. Laut Plan eine normale Straße: Ich wiederhole Dreispurig. Das positive es war ein fetter Stau. Alle wollten zum Flughafen. Auf der rechten Seite war eine Art "Pannenstreifen" mit einem Rad aufgezeichnet. Für mich als logische Erklärung das Radfahrer da fahren dürfen warum also nicht auch Läufer. 
 
Tjaaaa... nach ca 10 Minuten in der Pampa auf der Straße machte sich die Polizei hinter mir bemerkbar. Sie redeten mich an, was ich genau vor habe und ich hab es ihnen erklärt. "20€ dann darfst weiterlaufen" ---> wohlgemerkt auf einer Autobahn! Rechnung gab es keine, Schmiergeld anscheinend. Sie ließen mich weiterziehen. Ich versuchte jedoch bei der nächsten Ausfahrt aus diesem Höllenloch wieder rauszukommen und weit weg von den Autos zu sein. 
 
Bei KM 42 dann endlich wieder in Hafennähe und konnte somit die Autobahn weit weg von mir lassen. Ich verlor durch diese Aktion mindesten 20 Minuten und konnte aber nun wieder auf der geraden, schönen etwas Ruhigeren Straße Kilometer Gutmachen. 
 
Es begann nun wieder das wilde Terrain, die Stadt und somit das schlimmste hatte ich nun Hinter mir. Es kam nun aber wieder der Gedanke das es nun für mich mit der Getränkeration schwerer werden würde. Ich war nun auf Hotels und Touristen angewiesen. Ich musste teilweise alle 8km 1l Wasser bzw. Isoton trinken. Ab und an nahm ich mir ein Gel weil ich zu wenig Gegessen habe bzw. die Hitze mir nicht wirklich so einen Hunger bescherte. Dies spürte ich dann auch durch die Fehlende Energie ab und an während der Anstiege. 
 
 
 
Die letzte gerade Straße bevor es in die Wildnis Offroad hinaus ging. Malta ist eine wilde Insel mit vielen steilen Bergab und Anstiege. Ab und an rennt die eine Schlange über den Weg. Obwohl Malta lediglich einen Durchmesser von 27km Luftlinie beträgt sind dazwischen steile Hügel, Felsige Klippen und Felsen die es zu überwinden gilt. Gerade Straßen wie diese sind lediglich ein kleiner Jackpot um KM gut zu machen. Meistens benötigte ich teilweise für einen Kilometer 7-8 Minuten.
 
Angst vor der Dunkelheit
 
Neben der Trinkration die sich langsam zur Neige machte, sah ich auch immer wieder auf die Uhr. Es war 16:00 und ich hatte schon langsam ein wenig Sorge wenn ich mich öfters verlaufen würde das die Nacht mich einholen würde. Ich hatte zwar eine Stirnlampe wollte diese aber nur in Notfall benutzen. Da ich mir schon allein Tagsüber schwer tat die beste Route zu finden, befürchtete ich Nachts vollkommen die Orientierung als auch die Gefahr der Klippen zu sehr zu unterschätzen.
 
Ich versuchte positiv meine Gedanken zu richten. Ich nahm meine Uhr, da ich bereits schon in Richtung Ziel wieder war, um mir die Rücklauf Funktion anzusehen. 15km - Ideallinie. Dies motivierte! auch wenn ich wusste das diese 15km mit einigen Umwegen und steilen Anstiegen noch gespickt waren. Doch ich brauchte für mein Hirn wieder was positives um den Kämpferwillen wieder zu starten. Es gelang. Es ging wieder vorwärts. 
 
Die Klippen, nun folgte 100% Trailrunning
 
 
 
Es war schon was besonderes sich selber seinen Weg durch zu bahnen. Es gab jedoch auch Pflanzen die mal ordentlich kratzer auf den Wadln hinterließen und man musste aufpassen nicht bei den Steinen auszurutschen bzw. gar zu fallen. Mein nächstes Ziel war die Golden Bay. Dort stand ein Luxusressort die meine letzte Rettung auf Trinkwasser nachfüllen waren. Nachdem ich 2-3km mir einen Umweg durch Privatgrundstücke machen musste sah ich von Weiten das Luxusressort. 
 
ZIVILISATION YEAHHHH 

Ein kleiner Stand am Strand wo die Touristen gerade in Badehosen ihr Eis schlürften. Ich bestellte mir gleich mal 4 Flaschen Wasser, ein Cola. Die zwei Mineralwasser waren sofort ausgetrunken, das Cola ebenfalls, die anderen zwei wurden in meine Flaschen umgelehrt. Eine Touristin sprach mich an ob ich mit dem Rad unterwegs sei. Ich antwortete: "Nein ich laufe um Malta, 60km hab ich schon hinter mich gebracht" - Ganz fasziniert redete sie mit mir während ich nur schaute das ich was zu trinken hatte. Sie applaudierte noch und ich verabschiedete mich bei den Touristen die nun weiter ihren Urlaub dort genießen konnten. Ich fragte noch kurz wie ich am besten zum Paradise Bay komme. 
 
PLAN A - SICHER : Straße mit 5km Umweg (Gschaide Idee)
PLAN B - UNSICHER: KLIPPE entlang (Blöde Idee)
 
Sie sagten Jedoch bei Plan B benötigst du sehr gute Schuhe am besten Hohe Wanderschuhe. Ich sah hinunter und sah meine Salamon RA. Okay, immerhin Trailschuhe. Ich dachte mir, Scheiß drauf ich will einfach nur noch ins Ziel. ich nahm meine Sache und rannte entlang des Sandstrands zu den Klippen.
 
Wäre ich doch lieber auf der Straße gelaufen
 
Man muss es sich bildlich vorstellen. Es gab einen Trail und eine 100hm hinauf. Der Trail führt direkt steil den Hang hinauf. Ich hatte zwar Gripp auf die Schuhe wusste aber wenn ich ausrutsche habe ich ein fettes Problem. Weil dann rutscht du, und wenn du rutscht ist die Klippe und diese geht ins Meer und unten prallen die Wellen des Meeres auf die Felsen. Das war eine sehr schlechte Idee von mir. Eine Fehlentscheidung wo ich jedoch nicht mehr Retour konnte. Ich blieb einmal kurz stehen und hielt mich mit meinen Händen an einen Grasbüschel fest und machte die Augen zu. Ich sah nach links und ich sah nach rechts. Es waren nur mehr wenige Meter bis die Spitze erreicht wurde und ich mehr Sicherheit hatte. Ich nahm meine rechte Hand und erwischte das andere Grasbüschel und versuchte mich so nach oben zu ziehen. Zum Glück hielt es das Grasbüschel meine 69kg aus. BITTE NICHT NACHMACHEN! 
 
Oben angekommen war ich nur froh und brauchte kurz eine Verschnaufpause. Never Ever. Meine Nerven lagen blank. 
 
 
Nun wurde das Gelände wieder ein wenig zahmer. Ich wurde mit solchen Eindrücken belohnt wie dieses Foto von oben. Ich hatte noch ein paar Kilometer vor mir wusste aber das, dass schlimmste ich bereits hinter mich gebracht habe. Die Stadt habe ich erledigt und die steilsten Klippen wurden besiegt. Nun ging es nur noch über Stock und Stein in den Norden hinauf. Bei einer kleinen Schneise sprang ich nochmals kurz in das Meer hinein um mich nochmals ein wenig abzukühlen.
 
 
Nachdem letzten, hoffentlich letzten, Abkühlung lief ich nun weiter und sah eine Straße wieder. Die Luftlinie betrug zwar nur mehr 4km doch diese wären über Privatgründe gegangen. Um mir keine Feinde zu machen lief ich die Straße entlang, auch wenn es für mich 2,5 extra Kilometer noch dazu gab. H
 
Ich musste auch nun kurz gehen, obwohl es nicht mehr weit war, war die Energie (Wassermangel & Minimalimus bei der Verpflegung) für meinen Körper eine eigene Challenge. 
 
Es ging nochmals kurz bergauf zur Roten Burg die wie ein Koloss die Insel im Norden beschützte. 
 
Ich sah die Paradise Bay und mobilisierte nun meine Kräfte um die letzten Meter ins Ziel mich zu bringen. 
 
8 Stunden 33 Minuten 56 Sekunden es war gschafft
 
Im Ziel angekommen wurde ich herzlich empfangen. Es gab was zu trinken und eine Medaille überreicht. Rechts von mir war der Strand mit dem Meer und dem Hafen. Ein traumhaftschönes Bild und die Sonne ging langsam unter. Ich hatte es auch noch vor der Dunkelheit geschafft. Der zweite kam knapp 40 Minuten später an, die letzten 4 mussten die Nacht ebenso durchlaufen. Ein Engländer verlief sich so viel, dass er 110km am Tacho stehen hatte, bei mir waren es 85km. Die Idealroute: 74km!!!!!
 
Am Ende gilt zu sagen es war ein abenteuerliches Rennen welches keinen direkten Wettkampfcharakter trägt. Es war und ist eine Challenge. Am Ende wurden alle Finisher mit einem Schiffspokal und mit einer Fahrt mit der Yacht des Veranstalters belohnt. 
 
Ob ich es wieder machen würde: Ganz klar ..... NEIN! Einmal reicht! Auch wenn Malta sehr schöne Seiten und sehr leiwonde Trails hat. Die karge Landschaft ist schon meins jedoch auf der anderen Seite einfach viel zu viel Verkehr und viel Verbaut was es einfach ein wenig schwieriger macht. 
 
Jetzt ist der Blickpunkt nach dem Spontanabenteuer auf die Sahara im Februar gelegt. In diesem Sinne! 
 
Vielen Dank! Und ich verabschiede mich mit einem Endfoto aus Malta
 
Euer Rainer :-) 
 
 
 
 

 
 

Windrad- Marathon Weltrekord

Am 19.5.2019 ist es soweit. Der erste Marathon auf einem Windrad findet in Österreich statt. Rainer wagt etwas Außergewöhnliches. Dank der Unterstützung von IG Windkraft konnte dieses Abenteuer realisiert werden. Am Sonntag, 19.5.2019 ab 10:00 ist es live auf den Sozialen Medien unter Rainer Predl zum Mitverfolgen.

 

Natürlich ist jeder herzlich am 19.5.2019 vor Ort eingeladen. Neben guten Essen, einen Showprogramm kann auch vor Ort das Spektakel live mitverfolgt werden.

Live Updates und Berichterstattungen

Video Teaser mit Andreas Vojta Thema "Ultralaufen"


Download
Predl_Teaser_final.mp4
MP3 Audio Datei 3.5 MB

19.03.2018

17:00

UNCUT BERICHT!

Rechtschreibfehler vorbehalten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.02.2018

18:02

Rainer Predl

 

Ultralaufsaison ist gestartet!
      Ein packendes Rennen in Lassee!   
 
 
Das Podestgemetzel! Wie man sich innerhalb von 6 Stunden körperlich zerstören kann konnte man am 17.3 Live in Lassee mit verfolgen. Rein theoretisch sollte man meinen als Ultralauferfahrener nicht diesen Fehler zu machen, doch ja auch uns passierts mal. Wir nehmens Sportlich. Den Zuschauern hats gefallen. :-) 
 
Vom Start an Weg setzte sich Tom Neuwirth aus NÖ und meinerseits auf ein packendes Rennen ab. Gemeinsam mit Thomas  haben wir bereits um den ersten Platz mit einer Geschwindigkeit von 3 Minuten 45!! Auf den Kilometer gestartet. Das sind teilweise 15km/h aufwärts welche weit über den AUT Rekord über hinaus gegangen wären. Für Unbeteiligte gilt zu Sagen der AUT Rekord wäre ein 4 Minuten 11er Schnitt gewesen. 
 
Bzw. umso noch genauer zu verdeutlichen bei tiefsten Winter in einem FordFiesta einzusteigen und einfach volle Pulle drauf losfahren ist nicht sonderlich gut für den Motor wenn man ihn nicht vorher erstmal in ruhe vorheizt.
 
 
Dies konnte also nicht Gut ausgehen. Für beide Seiten nicht. Nach knapp 4 Stunden hat der Körper gestreikt, danach begann der Kampf. :-) Sowohl bei Tom als auch bei mir begann ein kleiner Leidensweg. So musste ich ab und an auch gehen was bei so einer Distanz bei mir eher nicht so oft vorkommt. Thomas war immer rund 200 Meter vor mir. 
 
Zusätzlich hatte ich natürlich den Nachteil meiner Bandscheibe. Wobei mein MIMIMI abgestellt wurde und wohlwissend versuchte damit umzugehen. Es kostete lediglich nur mehr Zusatzkraft die ich natürlich lieber in ein flüssigeren Laufstil hätte einbringen wollen. Ich habe es mir auch so angewohnt nicht nur auf dem Asphalt sondern auch sehr oft in der Wiese zu laufen. Der Nachteil war das ich oftmals auch die Ideallinie verlassen musste und ich dadurch mehr gelaufen bin als wie es tatsächlich war. Dafür war der Vorteil halt doch höher das es angenehmer war für den Rücken. :-) 
 
Ab und an gönnte ich mir eine kurze Streckung der Wirbelsäule. Dann ging es prompt auch wieder weiter. Ja nicht auskühlen. Es hatte ja dann doch nur 1-2 Grad und etwas Wind. Doch dann begann ich einen blöden Anfängerfehler. Da ich das Gefühl bekam das mir mein linkes Beinchen eingeschlafen ist wollte ich auf einen noch stabileren Laufschuhwechseln. Nur blöd das der Zeitmessungschip in den Schnürrung festgebunden wurde. Mit kalten Händen Schuhbänder auf und zu Machen und dann noch einen Chip zu befestigen kostete mich knapp 12 Minuten. 12 Minuten die mich daran hinderten den Tagessieg und die 80km Marke zu knacken. 
 
 
"Aufgeben? Nachgeben? Allesgeben!" Das Motto für Lassee
 
 
Was tun wenn die Hände eingefroren sind --> Ab ins Haus- Kurz aufwärmen- Katze Füttern und den Chip befestigen. Stupsi miaute drauf los nichts ahnend das ich im Wettkampfmodus bin. Wie auch: Sie denkt primär nur ans Essen und Schlafen. Dies kostete mich zwar Wertvolle Zeit aber es hätte mir nicht viel gebracht mit einer lockeren Schnürrung zu laufen und dann erst wieder stehen zu bleiben. Da half es schon sehr zu warten bis einigermaßen Gefühl in den Händen wieder war. Auch Betreuer Rudi hatte mit den kalten Temperaturen so seine Probleme alles wieder fest zuzuschnürren. 
 
KM 60 
 
Ab hier an konnte ich schon hochrechnen wie der Verlauf des Rennens wohl aussehen wird. Die 80km waren nicht mehr so ganz realistisch aber man kann sagen was man will der Spaß war da und es ging wieder so einigermaßen gut voran.
 
Ich musste mir auch immer wieder daran erinnern das es für mich ein Wettkampf war, da die Strecke ja eigentlich meine Hausstrecke und Trainingsstrecke war. :-) Auch eine relativ schwere Kopfsache, auswärts fällts dann einem doch leichter, jedoch der Spaß in der eigenen Gemeinde zu laufen war definitiv Höher!  
 
Und es ging voran. Es setzte um 13:00 auch Schneefall ein.
 
 
Tja, die letzten 2 Stunden sind angebrochen. Die 3 Stundenläufer sind ebenso um 12:00 gestartet und die Strecke füllte sich somit mit noch mehr Teilnehmern. Runde für Runde. Meine Pace wurde langsamer. Der Kamikazestart für beide Seiten eher ein KnockOut. 
 
Ich gönnte mir jede Runde eine Isotonisches Getränk und meinen Shake. Auch eine Banane habe ich mir als Belohnung bei Stunde 4 erlaubt. Die einzige feste Nahrung während des 6 Stundenlaufs. Ich habe mich zusammengerissen keine Solettis, Kuchen und sonstigen Mist in mich reinzufuttern welches den Magen nur unnötig Arbeit kostete. Das bemerkte ich dann auch gegen die letzten Stunden. Da ich doch Kurz lief bei 1 Grad habe ich mich dann auch entschlossen eine Jacke anzuziehen damit der Körper nicht unnötig Wärme produzieren muss und somit andere Energie aufbringen muss.
 
"Die offizielle Rainer Predl Bar. Öffnungszeit: 17.3.2018 von 9:00 - 15:00, Nichtraucherlokal" 
Die Ernährung wurde für die 100km WM in Kroatien gemeinsam mit Linda zusammengestellt um rasch an Energie zu kommen ohne dem Magen unnötige Erschwernisse zu machen. 
 
Es ging in die letzten Runden. Die letzten 30 Minuten vergehen meistens recht schnell. So ging sich auch der ein oder andere Plausch mit einigen Läufern und Läuferinnen aus. 
 
Törötörööötörötööörötööröötröööö
 
So hört sich Benjamin Blümchen an. Die Feuerwehrsirene kann ich hier auf dem Schreibmedium leider nicht realistisch wiedergeben somit sollte ein "Tatatata" ausreichend sein. (Stellt euch einfach eine Sirene JETZT vor!)
 
Ende. Die 6 Stunden Lassee sind Geschichte. Meine GPS Uhr sagte mir Punkt genau 79km an. Da Lassee doch eine sehr kurvenreiche Strecke ist war die Abweichung auch beim Endergebnis ersichtlich: 77,3km OFFICIAL Platz.2 Gesamt, Platz.1 Allgemeine Klasse.
 
Ich bin sehr zufrieden! Mega zufrieden!
 
Ja der Österreich Rekord die Erweiterung gabs leider nicht, aber der Rekord liegt noch in meinen Händen. Weiters habe ich insgesamt 22 Minuten durch Schuhtausch verkackt, welche wiederum 5km Plus gewesen wären. Mit potentiellen (Ich weiß man sollte nicht was wäre wenn spielen) dadurch das ich sehr oft in dem Bereich laufe und solche eher selten vorkommen erlaub ichs mir mal, sind die Leistungsspezifischen Vorrausichten doch gut für die WM. Der leichte Formverlust geht für mich ganz klar auf das unflüssige Laufen zurück. Nach dem Laufen spüre ich z.B einen Muskelkater lediglich nur rechts auf dem Oberschenkel, links beim Fuss nur bei der Wade was auf einen unrunden Laufstil zurückzuführen ist.
 
Persönlichen Bestzeiten bei 6 Stundenläufen:
Lassee gliedert sich in die goldene Mitte ein (Schöne wäre jedoch ein Platz.1 gewesen!) 
 
1) 85,517km - Schwechat
2) 81,205km - Salzburg
3) 80,539km - Schwechat
4) 79,207km - Grieskirchen
5) 77,332km - Lassee
6) 76,999km - Salzburg
7) 76,784km - Schwechat
8) 74,412km - Vogau
9) 72,793km - Salzburg
10) 71,600km - Lebach 
 
Im Grunde bleibt nicht viel zu Jammern. Man kann es wie ein Unentschieden sehen. Es war kein eindeutiger Sieg und es war keine eindeutige Niederlage! Für die WM ist auch der Kader keine Gefahr. Da gabs schon Grünes Licht. Die Analyse wurde angeschaut und Fehler sollten somit in Zukunft nicht mehr begangen werden. Dafür sind die Testläufe so elementar. 
 
Die nächsten Termine sind am 10.06.18 der 50km Lauf im Wiener Prater und am 08.09.18 die 100km WM in Kroatien. Bis dahin werden ein paar kleinere Volksläufe als Schnelligkeitsrennen genutzt um alles wieder auf Vordermann zu bringen!
 
Ich wünsche allen Sportliche Osterlich Weihnachtliche Grüße
 
 
euer

Rainer
 
"Bild zum Schmunzeln. Die Kinder gaben ebenso in Lassee vollgas dabei flogen sogar die Schuhe davon!" 

  

Liebe Sportsfreunde, Fans und Followers!

 

Bald ist es soweit und dann renne ich wieder Ultras! Gestartet habe ich ja offiziell bereits im Jänner beim 3-Königslauf in Gänserndorf wo ich schon auf der schnelleren Tube die 52km absolvierte. War kein Wettkampf aber für mich ein erster Formtestlauf welches sich dann am 17.03 in Lassee fortsetzt. 

 

Oberste Prämisse ist der Spaß und natürlich auch die Gesundheit. Wie viele wissen habe ich ja 2015 nach dem Kniescheibenbruch diverse Auas gehabt, es ging aber immer wieder voran. 

 

Auch dank Medical Coach Linda und natürlich unseren Gänserndorfer Sportarzt. Für mich war es kein Schmerz was mich seit längerem begleitet hatte sondern ein Taubheitsgefühl des Fußes welches sich mit der Zeit auch sehr lästig und hinderlich erwies. Schlussendlich raffte ich mich wieder auf und entschloss mich Lassee, meinen ersten Ultralauf in meiner Heimat anzugehen. 

 

Und natürlich großes Highlight für 2018 die 100km WM in Kroatien. Diese Zwei Rennen sind für mich meine Ziele, mein Fokus. Wie Ihr seht habe ich nicht viele Läufe geplant. Für mich Okay. Ab und an muss man halt auch vom Gas gehen. Das Training hält mich eh stehts auf Trab. Daher no disaster! 

 

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag! Passt auf euch auf und vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen Leser/in auch am 17.03 in meiner Heimat Lassee beim legendären Lasseer Benefizlauf!

 

Euer

Rainer

 

 


26.11.2017
17:36

Administrator Zippy

Yippieh! Danke das du diese Seite besucht hast. Wie du sehen kannst ist die Webseite noch knackig frisch und noch keine News eingegangen. Rainer die Faule Socke wird demnächst mit dem Lasseer Benefizlauf euch ein geiles Ergebnis abliefern!

 

Also bleibt dran und schaut vorbei es gibt wöchentlich immer wieder neue Aktualisierungen und spannende Themen. Diese Webseite ist mehr als nur ein Rainer Wahnsinn!!

 

Um die Wartezeit zu Verkürzen könnt Ihr euch die offizielle Hymne von Rainer anhören. Fackel im Sturm von der Südtiroler Band Unantastbar. Vielen Dank an die Jungs! Viel Spaß beim Anhören!